sanadeus Magazin

Wissenswertes rund um die Arztpraxis

Zielgruppe Privatpatienten

Privatpatienten und Selbstzahler sind für Arztpraxen eine wichtige Zielgruppe.
Obwohl nur 11% der deutschen Bevölkerung privat versichert ist, macht diese Gruppe in der Arztpraxis 22% des Umsatzes aus. In der Zahnarztpraxis sind es sogar 23% (mehr dazu im Artikel „Privatpatienten“ im Handelsblatt).

Für eine durchschnittliche Praxis macht das pro Jahr Mehrumsätze von mehr als 50.000€, und zwar nicht nur in Ballungszentren. Der PKV-Regionalatlas zeigt, dass ein Landarzt ebenfalls mit Größenordnungen in dieser Höhe Rechnungen kann.

Damit Privatpatienten Ihre Praxis finden, lohnt es sich, eine gut durchdachte Strategie des Praxismarketings auf den Weg zu bringen. Praxismarketing in der Praxis beinhaltet neben Aspekten wie Ambiente, Ausstattung, Mobiliar auch Freundlichkeit, Umgangsformen und die Art und Weise der Patientenkommunikation des Praxisteams.

Doch Praxismarketing fängt nicht erst in der Praxis an. Bereits im Internet machen sich immer mehr Patienten einen Eindruck und informieren sich über potenzielle Arztpraxen. Neben Jameda als größtem deutschen Arztbewertungsportal wird auch Google eine immer wichtigere Ablaufstelle für Rezensionen. Eine moderne Praxis-Homepage dient nicht nur dem Marketing, sondern kann auch wichtige Informationen für Bestandspatienten enthalten und Serviceleistungen bieten, die das Praxisteam entlasten.

Mehr Informationen zum Thema Praxismarketing finden Sie im med2day Artikel „Praxismarketing Arztpraxis“ bzw. „Praxismarketing für Zahnärzte“

Wie gelingt es Ihnen, Privatpatienten in Ihrer Praxis zufrieden zu stellen?

Patienten bewerten bei einem Arztbesuch diejenigen Aspekte, die sie selbst beurteilen können. Das sind zum einen Verhalten des Praxisteams und der Ärzte, aber auch organisatorische Dinge wie Wartezeit trotz Termin, Dauer bis bei Telefonaten jemand in der Praxis das Gespräch entgegen nimmt und Ablauf bei Rezeptbestellungen.

Freundlichkeit ist ebenfalls Service am Patienten
Freundlichkeit ist ebenfalls Service am Patienten.

Richtiges Verhalten gegenüber Patienten kann man lernen! Ein gewisses Serviceverständnis und eine angemessene Dienstleistungsorientierung gegenüber den Patienten sind für Arzt- und Zahnarztpraxen zur Patientenbindung wichtig. Gerade Aspekte wie Freundlichkeit, genaue Wortwahl, das gezielte Einsetzen von Fragen und die Möglichkeiten der eigenen Stimm-Modulation können verbessert werden. Oft wirkt unsere Sprache durch unbedachte Formulierungen, durch Fachsprache oder Abkürzungen nicht so positiv, wie es sein sollte. Manche Formulierungen erzeugen sogar das Gegenteil dessen, was beabsichtigt war: So entstehen unnötig lange Gespräche, aufgeladene Stimmung bis hin zur Eskalation. Das muss nicht sein, wenn man sich mit der Wirkung von Sprache beschäftigt und an einigen Formulierungen feilt. Mehr Tipps und weitere Informationen zu Patientenkommunikation an Anmeldung & Co erhalten Sie im med2day Artikel „Verhalten an Empfang und Rezeption in der Arztpraxis“

Auch die Abläufe können stärker vom Patienten her gedacht werden. Lange Wartezeiten können vermieden werden, wenn die Planung verbessert wird. Das sorgt auch für eine Entlastung der Praxisteams. Selbst wenn die genaue Wartezeit nicht verbessert werden kann, gibt es Tricks, wie Patienten vorhandene Wartezeit als weniger lang einschätzen. Wenn man z.B. Patientenzufriedenheitsumfragen ausfüllen muss, vergeht die Zeit schneller. Natürlich sollte primäre Zielsetzung aber sein, durch bessere Planung wirklich Wartezeit zu vermeiden.

Damit es in der Praxis nicht zu hektisch zugeht, lohnt sich ein Augenmerk auf digitale Tools, die Patienten z.B. nutzen können, um selbst Folgetermine zu buchen. Das macht Patienten zufrieden (24h-Service) und entlastet gleichzeitig das Praxisteam.

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance: Dieser Grundsatz sollte immer berücksichtigt werden, wenn es um die Behandlung von Privatpatienten geht.

Der letzte Eindruck bleibt Erinnerung. Das ist bei Privatpatienten meistens die Abrechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Diese wird entweder von der Arztpraxis eigenverantwortlich erstellt oder durch einen Dienstleister. Privatärztliche Abrechnungsstellen versprechen den Ärzten Umsatzsteigerung bei den Privateinnahmen. Das klingt auf den ersten Blick reizvoll, bringt aber immer wieder auch Ärger mit sich, wenn Private Krankenversicherungen nicht alle Ziffern akzeptieren, due die PVSen für richtig halten.

Realität ist auch, dass dieser Streit meistens auf dem Rücken der Patienten ausgetragen wird. Viele Patienten wenden sich mit den Rechnungskürzungen nicht an ihre Arztpraxis, sondern zahlen den Restbetrag aus der eigenen Tasche.

Übrig bleibt mehr oder weniger große Verärgerung, weil unklar ist, ob die Abrechnungsstelle bei der Abrechnung „übertrieben“ hat oder die Private Krankenversicherung zu restriktiv war.

Bedenkt man, dass die Abrechnungsstellen sich meistens über eine prozentuelle Beteiligung am Rechnungsbetrag GOÄ finanzieren, hat man sich als Ärztin bzw. Arzt möglicherweise Ärger, unzufriedene Patienten und Aufwand eingehandelt, der am Ende nur ein paar Euro mehr bringt.

Eine Lösung, um diese Unstimmigkeiten zu verhindern und dennoch hoch automatisiert GOÄ-Rechnungen zu erstellen und Zahlungseingang nachzuhalten, bietet das neue Tool Sanadeus. Durch eine intelligente Anbindung von Rechnungsdaten aus den Arztpraxis-EDV-Systemen und eine Verknüpfung zum Praxis-Konto werden Zahlungseingänge automatisch abgeglichen und den einzelnen Rechnungen zugeordnet. Damit verbleibt nur ein geringer manueller Aufwand bei Falschzahlungen. Auch Zahlungserinnerungen und Mahnungen können automatisch verarbeitet werden. Gedruckt wird ebenfalls automatisch über die Druckstraße der Deutschen Post.

med2day-Bewertung: Gerade für Arztpraxen, die häufig ähnliche GOÄ-Rechnungen erstellen bzw. sich mit „Ihren“ GOÄ-Ziffern gut auskennen, bietet Sanadeus eine günstigere Alternative zur Abrechnung über eine PVS bei technisch unterstütztem Zahlungseingangsmanagement.

Dr. med. Fabian Stehle ist selbst Arzt und Gründer bzw. Geschäftsführer von med2day.com. Die der Seminaragentur hat sich auf Arztpraxen und Zahnarztpraxen spezialisiert und bietet Seminare zu den Themen Patientenkommunikation, Patientenzufriedenheit, Personal, Marketing und Ablaufoptimierung an – inhouse in den Praxen oder digital als Video-Webinar bzw. E-Learning.

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